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Sinnvolle Ernährung für Hunde

Stellen Sie sich vor, Sie gehen zum Hausarzt und dieser empfiehlt ihnen, dass Sie sich nur von Fertigprodukten  gesund ernähren und regelmäßig Fertigprodukte aus der Mikrowelle und Zubereitungen aus der Dose zu sich nehmen sollen .Mit diesen Produkten bekommen Sie alles, was Sie für die gesunde, ausgewogene Ernährung brauchen und Mangelernährung würde es nicht geben! Wahrscheinlich würden Sie dem Arzt misstrauen und die Praxis verlassen.

Unsere Hunde und Katzen sind Fleischfresser mit kräftigen Zähnen zum Zerreißen der Beute und starker Kaumuskulatur sowie aggressiven Verdauungssäften und einem kurzen Darmtrakt. Das sind die Voraussetzungen für die Aufnahme von Beutetieren bzw. von frischem Fleisch. Abgekochtes Fleisch hat denaturiertes Eiweiß und bedeutet somit „ tote Energie“. Die Werbung erklärt uns, dass Fertigfutter  je nach den Bedürfnissen alles bietet, was zu einem gesunden Wachstum und Aufrechterhalten eines kräftigen, konditionsstarken Hundes benötigt wird! Für über 60.000 Hunde in Österreich bietet der Handel unzählige Produkte in Form von Feucht- und Trockenfutter an. Der Trend geht zu Trockenfutter, zumal dieses leichter transportiert werden kann, länger stehen bleiben kann und keine Futternäpfe täglich  zu waschen sind.                                                                                                                    

Wie gut ein Futter zusammengesetzt ist, lässt sich durch die analytischen Bestandteile  (Eiweiß%, Fett%, Vitamine und Mineralstoffe ) sowie durch die Angabe der Zusammensetzung ( gereiht nach den meisten Anteilen)in Form von Getreide, Fleisch und tierischen Nebenerzeugnissen, pflanzlichen Nebenerzeugnissen, Ölen, Fetten  Mineralstoffen) und Zusatzstoffen in Form von Vitaminen, Farbstoffen, Antioxydantien wie EG-Zusatzstoffe, Zucker. Der Hauptanteil ( nahezu 60 – 90 % ) der meisten Fertigfutter ist Getreide in Form von Maisglutenmehl , Gerste, Weizen, Sojamehl oder Reismehl. Erst dann folgen Fleischprodukte meist von tierischen Nebenerzeugnissen ( „Kategorie 3“ als nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte Schlachtabfälle) und Tiermehle wie Geflügelmehl, Fischmehl, Blutmehl etc. Als pflanzliche Nebenprodukte dienen Substanzen wie Erdnuss-Schalen, Bohnenfasern oder Rübenmelasseschnitzel.

Für die Produktion von Trockenfutter wird das sogenannte Extrusionsverfahren angewandt, wobei das homogenisierte Ausgangsmaterial als Brei unter hohem Druck und hoher Temperatur ( 120 ° C ) durch Düsen gepresst wird und abkühlt, sodann mit Fetten und künstlichen Vitaminen besprüht wird, was man „ coating „ nennt. Damit wird erst die notwendige Akzeptanz und Schmackhaftigkeit erreicht!                                                                    Durch die Hitzebehandlung sterben sämtliche Keime ab, aber auch Proteine und natürliche Vitamine. Sodann müssen die fehlenden Vitamine und zerstörten Vitalstoffe  durch synthetisch erzeugte, künstliche Vitamine ersetzt werden.

Nassfutter enthält 80% Wasser, und wird unter Dampfdruck autoklaviert. Das  enthaltene Fleisch wird in der Regel mit tierischen Nebenprodukten zusammen deklariert, sodass sich der wahre Fleischanteil unklar erkennen lässt. Je feiner und homogener der Brei , desto  genauer sollte man die Zusammensetzung studieren.  Grundsätzlich gilt für Nassfutter dasselbe wie für Trockenfutter, nur dass die Beschaffenheit eben anders ist.

Argumente wie Sicherheit vor Keimen wie Salmonellen und Vermeidung möglicher Wurminfektionen aufgrund der Keimabtötung dienen lediglich der überzeugenden Argumentation.

Vielmehr sollten wir uns fragen, wie ein Fleischfresser  ohne Mahlzähne und entsprechenden Verdauungstrakt derart große Kohlehydratmengen in Form von Getreideprodukten verwerten kann!

Der Fleischfresser Hund reagiert  darauf  mit Fermentationsstörungen in Form von übermäßigen Blähungen, Verdauungsstörungen und Durchfall, unerwünschten Gewichtszunahmen , Hautproblemen und Juckreiz, forciertem Wachstum der Junghunde und daraus resultierenden Gelenksproblemen!

Alternativen??

Das, was wir für die Gesundheit unserer Hunde tun können , besteht in der artgerechten  Rohfütterung  (BARFEN, siehe Bericht  www.provet.at) Damit kann der Hund eine gesunde Darmflora aufbauen .  Das schmeckt  dem Hund!                                                                     

Wenn Fertigfutter, dann nur das Beste. Es schadet auch nicht , wenn Ihr Hund hin und wieder Fertigfutter erhält, wenn  man gerade nichts anderes vorrätig hat. Dosenfutter sollte ausschließlich aus Fleisch und Innereien bestehen .Inzwischen gibt es schon einige Anbieter von Frischfleisch für Hunde und Produzenten von hochwertigem Dosenfutter mit Fleisch